bg
 

DIN 18008 Neuerungen

Die DIN 18008 ist in den letzten Monaten in entscheidenden Punkten überarbeitet worden, die Auswirkungen auf die bestehende Praxis im Glasbau haben. Alle Informationen dieses Schreibens gelten vorbehaltlich der zweimonatigen Einspruchsphase bis August 2018 die weitere Änderungen mit sich bringen kann. Zum Mai 2018 gelten folgende Änderungen als Stand der Technik:

-         Frei und ohne Hilfsmittel zugängliche Vertikalverglasungen sind auf der zugänglichen Seite bis mindestens 80 cm über Verkehrsfläche mit Glas mit sicherem Bruchverhalten auszuführen. (Teil 1, Punkt 5.1.4, zur Definition von Glas mit sicherem Bruchverhalten siehe Punkt 3.1.3)

-         Monolithische Einfachgläser oder äußere monolithische Scheiben von MIG aus ESG und ESG-H dürfen aufgrund der Versagenswahrscheinlichkeit durch Nickelsulfid-Einschlüsse (Spontanbrüche) nur eingebaut werden, wenn deren Oberkante unter 4 m über Verkehrsflächen liegt. (Teil 2, Punkt 4.3 – ABER: in Teil 2, Anhang C wird darauf hingewiesen, dass „nach den Güte- und Prüfbestimmungen für heißgelagertes ESG der RAL Gütegemeinschaft Mehrscheiben-Isolierglas e.V. (GMI) gefertigte Gläser über 4m eingebaut werden dürfen“)

Ebenfalls in Teil 2 der DIN 18008 wurde eine neue Berechnungsmethode für MIG bis zu einer Größe von 2 m² beschrieben (Teil 2., Punkt 6.4). Damit wird der Nachweis der Klimalast bei kleineren Formaten erleichtert.

Die Änderungen werden voraussichtlich ab Herbst 2018 baurechtlich eingeführt, sind aber mit dem Erscheinen des Entwurfs im Mai 2018 Stand der Technik. Weisen Sie Ihre Kunden rechtzeitig auf die veränderte Situation hin und sorgen Sie bei Ihrem Gewerk für Rechtssicherheit indem Sie sich von einem Fachmann für Glas-Statik beraten lassen und rechtzeitig Ihren Mehrbedarf an Sicherheitsglas einplanen.

Bei weiteren Fragen und wenn Sie Informationsmaterial zur DIN 18008 brauchen, wenden Sie sich gerne an uns! Unsere Fachberater freuen sich auf Ihren Anruf oder eine E-Mail an: beratung@semcoglas.de