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SEMCO-Neubau setzt Maßstäbe bei Automatisierung und Nachhaltigkeit

Produktionserweiterung in Westerstede für gemeinsames Wachstum mit Kunden und Partnern – Fokus auf Produktvielfalt, Flexibilität, Qualität und Liefertermintreue

1977 begann die SEMCO-Geschichte mit dem Glaszentrum in Westerstede. In 45 Jahren hat sich der Standort kontinuierlich zu einem der leistungsfähigsten Betriebe der Gruppe entwickelt. „Die letzten Jahre waren von organischem Wachstum, dem stetigen Ausbau und der Modernisierung unserer Produktionskapazitäten in Westerstede geprägt. Das 2018 in Betrieb genommene Hochregallager und die zuletzt realisierten Schritte in Richtung automatisierter Produktion bildeten den vorläufigen Abschluss. Aber nun geht es weiter“, fasst Hermann Schüller, geschäftsführender Gesellschafter der SEMCO-Gruppe, zusammen.

Um den SEMCO-Kunden noch mehr Versorgungssicherheit, Flexibilität und Produktvielfalt zu bieten, wird die Westersteder Produktion um eine 3.000 m² große Halle erweitert. Damit einhergehen der Aufbau einer dritten Fertigungslinie für Isolierglas sowie eine deutliche Erweiterung der Kapazitäten im Glaszuschnitt. Künftig sollen größere Mengen in noch höherer Qualität und Liefertermintreue verarbeitet werden. Beide Quoten liegen bereits über 98%.

„Mit den Investitionen in Westerstede bereiten wir uns nicht nur selbst optimal auf die Anforderungen der Zukunft vor. Wir machen auch unseren Kunden und Partnern das Angebot, weiterhin mit uns zu wachsen“, erklärt Bernhard Feldmann, Geschäftsführer Region Nord der SEMCO-Gruppe.

Automatisierung verdoppelt Kapazitäten und entlastet Mitarbeiter

Anfang März begannen die Bauarbeiten. Der Abschluss des Projektes ist mit Inbetriebnahme der weiteren Isolierglas-Fertigungsanlage für das 4. Quartal 2023 geplant. Hochautomatisierte Prozesse werden dann dafür sorgen, dass bei Glasabnahme, Zuschnitt und Sortierung noch weniger körperliche Belastung auf die Mitarbeiter zukommt. Gleichzeitig verdoppelt sich die Produktionskapazität. „In unseren großen Betrieben, wie hier in Westerstede, hat sich ein hoher Automatisierungsgrad längst etabliert und wird von den Kollegen geschätzt“, erläutert Bernhard Feldmann. „An jeder Stelle, wo heute automatisierte Unterstützung zum Einsatz kommt, haben zuvor Mitarbeiter körperliche Arbeit geleistet, die nun ergonomisch unterstützt und entlastet werden. Denn bei SEMCO kommen innovative Maschinen nicht zum Einsatz, um weniger, sondern um gesündere Mitarbeiter zu beschäftigen.“

Nachhaltigkeit besonders im Fokus

Neben der Automatisierung legt SEMCO ein besonderes Augenmerk auf die nachhaltige Bauweise und Gestaltung der neuen Produktionshalle nach der KfW-Effizienzhausstufe 40 für besonders energieeffiziente Neubauten. Modernste Maschinen und LED-Beleuchtung sowie die mit SEMCO-Klimaglas ausgestattete Fassade sorgen für größtmögliche Energieeffizienz. Mithilfe der SEMCO-Klimagläser gelangt viel natürliches Tageslicht ins Innere. Das reduziert nicht nur den Kunstlicht-, sprich, Energiebedarf, sondern wirkt sich auch positiv auf die Arbeitsbedingungen aus. Zudem sorgen die speziellen Klimaglas-Beschichtungen für ein ganzjährig behagliches Raumklima. Mit anderen Worten: Im Sommer wie im Winter gelangt ausreichend Tageslicht ins Gebäude, ohne dieses zu überhitzen oder stark auszukühlen. Auf energieintensives Kühlen und Heizen kann also weitestgehend verzichtet werden.  

Spezialisierte Produkte für individuelle Anforderungen

Ein weiteres Ziel der Investition ist es, Kunden und Partnern ein noch breiteres Angebot an SEMCO-Multifunktionsgläsern aus dem Klimaglas-Segment sowie weiteren Sondergläsern  bieten zu können. Gleichzeitig soll auf individuelle Anforderungen – z. B. bei Schallschutz, Einbruchschutz, Vogelschutz, Anti-Kondensation oder Anti-Reflexion – noch flexibler eingegangen werden können. Dabei kommt der SEMCO in Westerstede die Gruppenstärke mit europaweit 21 Standorten, eigener Flachglasproduktion und Glasbeschichtung zugute. Damit kann die Gruppe nahezu jeden Kundenwunsch im eigenen Haus mit gleichbleibend hoher Produktverfügbarkeit und Qualität sowie kürzesten Lieferzeiten umsetzen und das komplett „made in Germany“.

Regional verwurzelt, in Europa zuhause

„Wir sind an allen Standorten sehr stark verwurzelt und haben dort in der Regel auch eine lange Tradition als Unternehmen“, erläutert Hermann Schüller. „Wir wollen an unseren Standorten als attraktiver Arbeitgeber und Partner der Bauwirtschaft wahrgenommen werden. Wir sind gerne vor Ort und bieten unseren Mitarbeitern und Kunden verlässliche Perspektiven. Das haben wir in guten Zeiten, aber vor allem in Phasen der Herausforderung immer bewiesen. Diese große Investition am Standort Westerstede ist also auch ein Ausdruck dafür, diese Region mitgestalten zu wollen“, so Hermann Schüller weiter.

Die SEMCO-Gruppe ist mit 1.800 Mitarbeitern an europaweit 21 Standorten Kompetenzpartner für Glas in Fenster, Fassade und Interieur und zählt zu den Taktgebern bei Fortschritt und Innovation in der europäischen Flachglasbranche. Die Gruppe wird von der Semcoglas Holding im niedersächsischen Westerstede gesteuert und mit zentralen Dienstleistungen unterstützt.

Bildunterschrift:

Bild 1: Spatenstich bei SEMCO in Westerstede (v. l. n. r.): Eduard Lengle (Niederlassungsleiter SEMCO Westerstede), Hermann Schüller (geschäftsführender Gesellschafter SEMCO-Gruppe), Bernhard Feldmann (Geschäftsführer Region Nord SEMCO-Gruppe) und Ulla Kerth (Niederlassungsleiterin SEMCO Westerstede)